Romantische Komödie in der Upper Eastside

Dee Davis, die als Autorin von „Spannungs-Romanen“ berühmt geworden ist, ist – wie sie selber sagt – von Hause aus eine Romantikerin. Also ist es nur konsequent, dass sie sich auch in diesem Genre versucht. Da es amüsant zu werden droht ihrem Rachefeldzug zu folgen, scheint mir „Wer braucht schon eine Gucci-Tasche“ für diesen Blog durchaus geeignet. Außerdem seien wir nicht päpstlicher als der Papst. Es gibt auch noch Literatur neben Krimi und Kochbuch, die hier ihre Heimat findet, sofern ich mich durch das Buch unterhalten fühlte.

Dee Davis schreibt über eine ehrgeizige Fernsehfrau

Andrea Sevalas, Spross einer wohlhabender Upper Eastside Familie erfährt auf einer Party, dass ihr Freund Dillon, ein selfmade Millionär von der Westküste sie mit ihrer Erzfeindin betrügt. Ihre Tante Althea, ihres Zeichens Kupplerin beziehungsweise Heiratsvermittlerin von Beruf und aus Berufung predigt ihr ohnehin, dass „neues Geld“ nicht zu „altem Geld“ passt und Andrea sich einen passenden Mann suchen sollte.

Vom Champagner benebelt stürzt sie auf ihrer Flucht von der Party in den Keller eines Gemüseladens, aus dem sie ein gutaussehender und natürlich gut gekleideter Fremder rettet.

Mit einigen Blessuren geht sie, die leidenschaftliche Hobby-Köchin und Moderatorin einer Fernsehshow am nächsten Tag zur Arbeit. Ihre Sendung ist eine Mischung aus Klatschmagazin der New Yorker Gastroszene und Kochmagazin. An ihrer Seite der Koch und Gastronom Clinton, mit dem sie sich über Restaurants und die neusten Gerüchte der Gastro Szene unterhält, während sie gemeinsam kochen.

Dee Davis läßt ihre Heldin Rache nehmen

Clinton und Andrea starten gemeinsam eine Rachefeldzug gegen das neue Paar. Der Koch hat erfahren, dass Andreas Erzfeindin eine große Summe in ein neues Restaurant gesteckt hat. Da das Restaurant tatsächlich enttäuscht, sieht sie keinen Interessenkonflikt darin, die Kritik deutlich ausfallen zu lassen.

Während ihrer Arbeit geht ihr ihr Retter nicht mehr aus dem Kopf. Sie versucht Dillon zu vergessen und ihr Leben wieder in den Griff zu bekommen, während ihre Tante Althea versucht einen adäquaten Mann für sie zu finden.

Das ganze Buch der Autorin Dee Davis ist seichte Strandlektüre. Es macht Spaß und ist kurzweilig. Den Pulitzer oder Literatur Nobel Preis wird sie dafür aber sicher nicht gewinnen. Für langweilige S-Bahnfahrten oder Nachts vorm einschlafen ist es aber allemal perfekt.