Ein Ehemann ist ein Rohstoff, kein Fertigprodukt

Die Klatschkolumnistin Katja Kessler schreibt ein wenig in Anlehnung an Susanne Fröhlich heitere autobiographisch inspirierte Bücher über sich selbst und ihre Umgebung. Ihr aktuelles Buch mit dem wunderbaren Untertitel „Ein Ehemann ist ein Rohstoff, kein Fertigprodukt“ trifft bei den Leserrezensionen eines großen Online Versandhändlers auf gemischte Stimmen. Die einen freuen sich über den schwarzen zum Teil bösen Humor, die anderen ärgern sich über die vermeintliche  Männerfeindlichkeit der Autorin.

Katja Kessler schreibt mit einem Augenzwinkern

Natürlich ist das Buch überspitzt, aber wenn man/frau ehrlich ist, erkennt man durchaus Parallelen zu lebenden Exemplaren jedweden Geschlechts. Kessler sagt aber auch, dass wir die Männer dafür lieben wie sie sind, da wir eigentlich nicht mit uns selbst verheiratet sein möchten, da dies durchaus anstrengend ist.

Katja Kessler fordert ihren Lesern Selbstironie ab

Wer auch nur über ein Minimum an Selbstironie verfügt, der sollte dieses Buch ruhig auch mit viel (Schaden)Freude lesen und sich nicht über jedes Kapitel ärgern, denn das könnte man auch. Wer das Buch nicht so ernst nimmt, kann eventuell eine ganze Menge lernen, zum Beispiel dass man die Marotten des Partners nicht so ernst nehmen soll, denn er kann vielleicht gar nichts dafür und versteht nicht einmal, dass diese problematisch sein können.

Man sollte allerdings nicht zu hämisch lachen, da man sich im nächsten Kapitel bereits selbst wiederfinden kann, oder, was fast noch schlimmer ist, wenn Schatzi oder wer auch immer einen wiedererkennt. Beispielsweise in den vielen Kapiteln in denen Katja Kessler alle möglichen Mutter- oder auch Vatertypen beschreibt. Das interessante: eigentlich kennt jeder eine Mutti pro Kategorie, aber man selber möchte keiner angehören.

Kessler beschreibt in kurzen Artikeln im Tagebuchstil Ausschnitte aus ihrem Leben, gewürzt mit kurzen Zitaten anderer Künstler. Das Buch liest sich flüssig und man muß nicht „dran bleiben“, da man dem „roten Faden“ des Buches, nämlich Beziehungen jedweder Art, leicht folgen kann. Die perfekte Lektüre, wenn frau (Mutti) auf Schatzi oder die Kinder warten muß.


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