Sechs lange CD's voll Spannung

Nele Neuhaus hat 2006 mit dem Buch „Eine unbeliebte Frau: Der erste Fall für Bodenstein und Kirchhoff“ einen Achtungserfolg und 2007 mit „Mordsfreunde: Der zweite Fall für Bodenstein und Kirchhoff“ endgültig den Durchbruch geschafft.

Nele Neuhaus‘ Krimi im beschaulichen Taunus

„Wer Wind sät“ ist der nunmehr fünfte Fall des Ermittlerduos Oliver von Bodenstein und Pia Kirchhoff. Bodenstein der Leiter des Kommissariats K11 in Hofheim ermittelt unterstützt von seiner Kollegin Kirchhoff den vermeintlich Unfalltod des Nachtwächters der WindPro. Schnell stellt sich heraus, dass der Tod nicht natürlichen Ursprungs war. Es gibt Verbindungen zwischen der Firma WindPro, die einen Windpark im Taunus bauen will und einer Bürgerinitiative, die dies verhindern will.

Noch während die Kommissare den Tod des Nachtwächters ermitteln gibt es einen weiteren Toten. Der entschiedene Gegner des Windparks Ludwig Hirtreiter wird bestialisch ermordet aufgefunden. Der Tote war äußerst unbeliebt, so gibt es mehr als genug Verdächtige.

Als wären zwei Todesfälle nicht genug klopft eines Nacht die mysteriöse Mika in Todesangst an die Tür Bodensteins und erzählt ihm eine gänzlich unglaubliche Geschichte.

Nele Neuhaus zwischen Wirtschaftskriminalität und Mord

Am Ende ist es ein Wirtschaftkrimi oder auch nicht, es geht um Hörigkeit, sexuellen Missbrauch, Mord, Urkundenfälschung, Brandstiftung und falsche Gutachten. Für meinen Geschmack etwas zu viel. Etwas weniger Handlungsstränge hätte meines Erachtens der Geschichte gut getan. Viele Rätsel wurden aufgelöst, aber leider nicht alle. Was bleibt ist leichte Verwirrung und der Wunsch nach Aufklärung.

Wir haben auf der Fahrt von Hamburg nach Frankfurt und zurück das Hörbuch „Wer Wind sät (6 CDs)“ gehört und wir mussten uns arg konzentrieren um uns all die Namen und Personen zu merken. Auch die unterschiedlichen Handlungsstränge und die Rückblenden machten es nicht unbedingt einfacher der Geschichte zu folgen.

Die Geschichte hat sicher Potential aber entweder hätte es noch einer weiteren CD, beziehungsweise weiterer 100 Seiten  bedurft oder Neuhaus hätte aus dem Stoff zwei Krimis machen sollen.

Dieser Krimi war nicht schlecht, hat mich allerdings nicht wirklich überzeugt. Ich habe aber noch Nele Neuhaus‘ vierten Fall „Schneewittchen muss sterben“ des Ermittlerduos aus dem Taunus auf dem Nachttisch liegen. Mal sehen, ob ich diesen schlüssiger und befriedigender finde als den aktuellen Fall.


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