Commissario Tron ermittelt in Venedig des 19. Jahrhunderts

Nicolas Remin wurde 1948 in Berlin geboren, später studierte er dort und in Santa Barbara/Kalifornien Literaturwissenschaft, Philosophie und Kunstgeschichte. Nach dem Studium verdiente er sein Geld mit dem erstellen von Synchronbüchern, außerdem führte er Synchronregie bei Filmen.

Nicolas Remin kam erst spät zum Krimi schreiben

Erst im Alter von 56 Jahren veröffentlichte Nicolas Remin 2004 sein erstes Buch. Es war der historische Krimi „Schnee in Venedig“. Dies war der erste Band einer Serie um den Kommissar Alvise Tron der im Venedig des 19. Jahrhunderts auf  Mörderjagd ging. Es gelingt ihm ausgezeichnet sowohl den Flair der Stadt als auch die Atmosphäre der Plätze und Paläste einzufangen. Während man die Bücher liest, verliert man immer wieder aus den Augen, dass die Reihe vor rund 150 Jahren spielt. Die Beschreibungen der Lagunenstadt sind so präzise, dass man dem Inspektor praktisch folgen kann und schon nach kurzer Zeit taucht der Leser so tief in die Geschichte ein, dass man ihm zurufen möchte, dass er doch sein Handy zücken soll.  Doch solche Fehler passieren dem Autoren natürlich nicht.

Dem Rom- und Venedig-Fan Remin gelingt nicht nur eine sehr packende Schilderung der Stadt sondern auch der italienischen Seele. So zeigt er sich als guter Beobachter und läßt Kommissar Tron  seine Fälle auch deshalb lösen, weil er ein offenes Ohr für Klatsch und Tratsch hat. Das und viel Fleißarbeit und eine ordentliche Portion Scharfsinn machen den Kommissar erfolgreich.

Nicolas Remin schreibt intelligente historische Krimis

Remin, der sich bis dahin kaum für Kriminalromane interessiert hatte, wählte dieses Genre auch, weil es ihm recht einfach erschien, was sich allerdings als Irrtum herausstellte und so benötigte er für seinen Erstling gut über ein Jahr.

Heute lebt er als freier Schriftsteller in der Lüneburger Heide. Wenn Remin nicht schreibt, verbringt er nach eigenen Angaben die Zeit meist lesend, entweder an der kalifornischen Küste, in der Toskana oder in der Lüneburger Heide.