Die beste Detektivin der Welt

Die Autorin Sara Gran hat mit Claire DeWitt eine neue sehr ungewöhnliche Privatdetektivin geschaffen. Der Verlag Droemer beschreibt ihren ersten auf deutsch erschienen Krimi folgendermaßen:

„Hurrikan Katrina hat New Orleans verwüstet. Claire DeWitt soll in diesem Chaos den verschollenen Bezirksanwalt Vic Willing finden. Ist der Anwalt in der Naturkatastrophe umgekommen oder hat er sich einfach davongestohlen? Ein Fall für die beste Ermittlerin der Welt! Ihr Beruf ist ihre Berufung und ihre Ermittlungsmethoden sind so einzigartig wie genial. Mit Hilfe ihres französischen Detektivhandbuchs, ihrer Qigong-Münzen und ihrer drogendurchsetzten Träume wird Claire der Spur des Anwalts folgen …“.

Sara Gran erfindet die beste Detektivin der Welt

Claire hat ihre Kindheit und Jugend in New York verbracht. Zusammen mit zwei Freundinnen besaß sie ein Detektivhandbuch. Als eine der drei Freundinnen verschwindet, ermitteln die beiden Verbliebenen mit Hilfe dieses Leitfadens, doch von der Verschwundenen keine Spur. Irgendwann verläßt Claire die Stadt, um die beste Detektivin der Welt zu werden.

Claire DeWitt gehört zu den unkonventionellsten Ermittlern der Literatur. Ausgerüstet mit Qigong-Münzen, dem Detektivhandbuch und reichlich Drogen ermittelt sie nach dem Motto, dass die Lösung die Richtige ist, die am Ende übrig bleibt, nachdem man alle weiteren Möglichkeiten ausschließen konnte. Während ihrer ungewöhnlichen Ermittlungen stellt sie schnell fest, dass praktisch jeder Mensch ein Geheimnis und somit kein Interesse daran hat, dass diese ans Licht kommen.

Sara Gran zeigt sich als gute Beobachterin

Sara Gran beschreibt ein düsteres New Orleans, anders als andere Autoren die diese Stadt eher wildromantisch darstellen. Sie zeigt Elend, Armut und Gewalt und sagt, dass der eigene Lebensweg maßgeblich vom Vermögen und der Hautfarbe bestimmt wird.

Claire Dewitt stellt im Laufe der Zeit fest, dass viele ihrer Auftraggeber die Wahrheit oft gar nicht wirklich hören wollen und so hat sie nicht zuletzt von ihrem Lehrer gelernt, dass es sich oft leichter mit einer bequemen Lüge als mit der unbequemen Wahrheit lebt.

Die Stadt der Toten ist ein Buch, das keiner Regel folgt. Es ist anders als man es kennt und erwartet. Wer sich darauf einläßt, wird nicht enttäuscht und gut unterhalten.


Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.